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Herzlich Willkommen
zu den 19. Odenwälder Kartoffelwochen
   
von 19.09.2009 bis 04.10.2009
 
   

Der Zauber der „tollen Knolle“ führt zu einem genussvollen Abend mit magischen Kräften

Premiere für neue Prinzessin und neuen Landrat:
In Reichelsheim sind die 19. Odenwälder Kartoffelwochen eröffnet worden

     
   
     
Das ist die Krönung: Seit dem Abend des 15. September 2009 steht der Odenwälder Kartoffelkönigin Barbara I. (links) eine Prinzessin zur Seite. Der Darmstädter Regierungspräsident Johannes Baron und der neue Landrat des Odenwaldkreises Dietrich Kübler setzten Melissa I. bei der Eröffnung der 19. Odenwälder Kartoffelwochen in Reichelsheim recht behutsam ein schmuckes Krönchen aufs Haar.

Die Odenwälder Kartoffelwochen haben seit dem 15. September 2009 eine neue Prinzessin. Melissa I. (Melissa Haas aus Hesseneck-Kailbach) unterstützt seit der feierlichen Eröffnung der in die 19. Runde gehenden Herbst-Aktion regionaler Gastronomie die Kartoffelkönigin Barbara I., die
vor gut einem Jahr gekürt wurde. Die Zeremonie fand in der Reichenberghalle in Reichelsheim vor rund 100 Ehrengästen statt. Keine Geringeren als der neue Regierungspräsident Johannes Baron und der neue Landrat Dietrich Kübler setzten der Prinzessin zusammen mit Majestät Barbara mit beachtlicher Sorgfalt das krönende Schmuckstück aufs Haupt.
Der festliche Abend rund um die „tolle Knolle“ diente auf bemerkenswert gelungene Weise dazu, den Zauber der Erdfrucht zu entfalten und aufzuzeigen, warum das Grundnahrungsmittel den besonderen Stellenwert genießt, den Melissa I. in ihrem ersten offiziellen Grußwort sehr selbstbewusst unterstrich. Zauberten die kreativen Odenwälder Küchenmeister ein Fünf-Gänge-Menü allererster Güte auf die Tische, so beschwor der Auftritt von Shri Magada die sozusagen magischen Kräfte der Kartoffel. Das passte exakt zu den Worten, die der Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes zu Beginn der Veranstaltung gefunden hatte: „Es ist immer wieder erstaunlich, was sich aus der Kartoffel alles zaubern lässt“.

Nun erwies sich Shri Magada allerdings nicht als Name einer neuen Sorte aus dem Reich der Erdäpfel, sondern er gehört zu Klaus Trampler aus dem baden-württembergischen Simmozheim. Kurz vorgestellt von deren Organisator Jochen Rietdorf, vermittelte der Magier aus der Welt des Orients einen Vorgeschmack auf die 14. Reichelsheimer Märchen- und Sagentage (23. bis 25. Oktober 2009: „Von den Lagerfeuern der Karawanen bis zu den Gärten des Sultans“). Einen vorübergehend ins Nirwana versandten Fünfzig-Euro-Schein des „reichsten Mannes vom Odenwald“ holte Shri Magada jedoch nicht aus einer Kartoffel, sondern aus einer Apfelsine wieder hervor. Dietrich Kübler, in die Rolle des „Reichen“ be- und auf die Bühne gerufen, durfte sich glücklich schätzen, sein Geld zurück zu erhalten. Ob in dem Orangen-Trick aber Fingerzeige für eine anti-defizitäre Gestaltung künftiger Kreishaushalte im Verborgenen blühen, diese Frage blieb fürs Erste und bis auf Weiteres offen.

Der Auftakt vor dem Start der 19. Odenwälder Kartoffelwochen gedieh auch zum Abend der Premieren. Erstmals als Landrat begrüßte Dietrich Kübler die Prominenz aus dem öffentlichen Leben der Region und zahlreiche Hoheiten, die ihren Odenwälder Kolleginnen ihre Reverenz erwiesen. Erstmals war Regierungspräsident Baron mit von der Partie. Erstmals schlüpfte Königin Barbara – bemerkenswert beredt - in die Rolle der Moderatorin. Erstmals vor solch hochkarätigem Publikum bereicherte ein musikalisches Quartett mit fürwahr besonderen Noten die Kartoffel-Feierlichkeit: Das Ensemble „AygenArt“ aus Brombachtal, eigenwillig nicht allein dem Namen nach, sondern in den vielerlei Facetten seines Musizierens. Was Vera Nitsch, Ulrich Anton sowie Burkhard und Jens Horn (auch dank ungewöhnlicher Instrumentierung) zu Gehör brachten, zählte wie die kulinarischen Köstlichkeiten zum Feinsten, was in bald 20 Jahren publikumswirksamer „Kundenwerbung“ für die Kartoffelwochen serviert worden ist.
Johannes Baron hatte nach eigenem Bekunden „gespannte Erwartung“ auf den Abend gehegt und zeigte sich überzeugt davon, dass die gastronomischen Künste der Odenwälder Betriebe viele Menschen aus nah und fern anlocken. Jeweils einer aus der Reihe der mitwirkenden Köche erläuterte einen Teil der Speisenfolge, deren Zutaten sie en gros und en detail aus regionalen Produkten bezogen. Regentin Barbara interviewte weitere Beteiligte oder Kartoffel-Kundige. So offenbarte Regina Böhm, einst erste Odenwälder Kartoffelkönigin, dass es seit Mai dieses Jahres eine Speisekartoffel gibt, die – eben – Regina heißt, und wieviel harte Arbeit in die Sortenzucht einfließt, bis ihre Früchte letztlich in den Sack gesteckt werden.

Vorschusslorbeer servierte Landrat Kübler, indem er Melissa I. bereits als „charmante Persönlichkeit“ zu beschreiben wusste. Der neuen Prinzessin sprachen die Mitstreiterinnen vieler anderer „Branchen“ Glückwünsche aus und Mut zu, allen voran Landes-Milchkönigin Melanie Reuße. Aus Hessens hohem Norden stammend, gestand die gelernte Landwirtin angesichts ihrer durchaus zahlreichen Auftritte im Raum Starkenburg, dass ihr „der Süden zur zweiten Heimat“ geworden sei.

Ohne Horst Schnur gäbe es die Odenwälder Kartoffelwochen nicht. Daran erinnerte nicht nur sein Nachfolger, sondern vor allem Königin Barbara, die gemeinsam mit dem ehemaligen Landrat Rückschau auf die Ursprünge der zunächst noch oft belächelten Aktion hielt. „Schwer zu begreifen“, so Schnur, sei auch für ihn heute der anhaltende Erfolg der knolligen Kampagne. Mittlerweile sei der regionale Gedanke, der Anfang der Neunzigerjahre in weiter Ferne lag, „in Fleisch und Blut übergangen“. Der „neue Geist“ habe sich durchgesetzt, merkte der Ideengeber und Mitinitiator an und sagte auch, wem dies in erster Linie zu verdanken ist: „Der kreativen Kunst der jungen Köche, aber auch der Kompetenz und der sympathischen Ausstrahlung unserer Königinnen und Prinzessinnen.“ Initialzündungen seien auch aus gelungenen Odenwälder Vorstellungen wie zum Beispiel bei der Grünen Woche in Berlin gekommen.

Wie schon im Jahr 2008 erreichte die Odenwälder Kartoffelwochen eine Botschaft aus dem nicht allzu weit entfernten Main-Spessart-Kreis. Der Kartoffelclub „ad usum potatonis“ aus Lohr am Main lud nach Horst Schnur nun auch Dietrich Kübler dazu ein, an der dortigen alljährlichen Festveranstaltung zu Ehren des Erdapfels teilzunehmen. In Vertretung des Club-„Königs“ Eduard Stenger überreichte dessen Schwägerin Rosemarie, zugleich Dritte Bürgermeisterin von Lohr, dem neuen Odenwälder Landrat eine Medaille als Anerkennung für seine Verdienste rund um die „tolle Knolle“. Zudem regte sie an, über eine Kartoffel-Kooperation zwischen Odenwald und Mainfranken nachzudenken.

Dietrich Kübler dankte abschließend allen Abend-Aktiven und hob dabei die vornehmlich hinter den Kulissen Regie führenden Armin Treusch (Hotel- und Gaststättenverband Odenwaldkreis) sowie Gabriele Holzberger und Thomas Tretter (Odenwald-Regional-Gesellschaft) hervor.
Zur Begrüßung hatten die Gäste Odenwälder Kartoffelblechkuchen (mit Gemüse) serviert bekommen.

Das Menü der Kartoffel zum „genussvollen Auftakt“
der 19. Aktionswochen bestand aus fünf Gängen:

Sülze von der Schweinshaxe auf Kartoffel-Bohnen-Salat mit Kartoffelbrot und Kartoffelbutter, Kartoffel-Meerrettich-Suppe mit Kürbis und geräucherter Forelle, Gefüllte Teigtaschen mit Blut- und Leberwurst auf Kartoffel-Apfel-Ragout in Salbeibutter, Odenwälder Rinderroulade in Rotweinsoße mit geschmortem Wirsing und Kartoffel-Sellerie-Püree, Mohnspitzbuwe mit Quetsche und Hardthof-Ziegenmilcheis „Haselnuss“.

Auf der Getränkekarte waren vermerkt: Zur Begrüßung Aronia-Bitter mit Apfelsaft sowie Apfel-Anis mit Apfelsaft (Edelbrennerei Dieter Walz und Kelterei Krämer), Pfungstädter Edel-Pils „Premium“; zum Menü: Odenwald-Quelle „Premium“, Pfungstädter Edel-Pils „Premium“, 2008 Terroir-Riesling Kabinet trocken / Umstädter Steingerück (Odenwälder Winzergenossenschaft Groß-Umstadt), 2007 Regent trocken / Umstädter Herrnberg (Odenwälder Winzergenossenschaft Groß-Umstadt), Krämers Süßer naturtrüber Apfelsaft (Kelterei Krämer, Beerfurth).

In Küche und Service wirkten mit: Hotel „Zur Krone“, Bad König-Zell; Speisegaststätte „Breuberger Stuben“, Breuberg-Sandbach; Odenwald-Gasthaus „Zum Löwen“, Brombachtal; Odenwald-Gasthaus „Mümlingstube“, Erbach; Odenwald-Gasthaus „Haus Schönblick“, Mossautal-Güttersbach; Gasthaus „Zur Schmelz“, Mossautal-Hüttenthal; Odenwald-Gasthaus „Dornrös’chen“, Höchst-Annelsbach; Gasthaus „Kuralpe-Kreuzhof“, Lautertal; Treuschs Schwanen, Reichelsheim; Odenwald-Gasthaus „Zum Schützenhof“, Reichelsheim-Gumpen; Gasthaus „Zur Freiheit“, Reichelsheim-Laudenau; Gasthof Ohrnbachtal, Weilbach-Ohrnbachtal.
Die nachfolgend genannten Sponsoren unterstützen die 19. Odenwälder Kartoffelwochen: Apfelwein- und Obstwiesenroute Odenwald e.V., Hardthof-Eis (Familie Arras, Reichelsheim-Gumpen); Kartoffelzucht Böhm (Brensbach-Wersau), Herrnmühle (Reichelsheim), Kelterei Krämer (Reichelsheim-Beerfurth), Molkerei Kohlhage (Mossautal-Hüttenthal), Odenwald-Quelle (Heppenheim), Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH, (Erbach), Odenwälder Winzergenossenschaft Groß-Umstadt eG., Pfungstädter Brauerei (Pfungstadt), Privat-Brauerei Schmucker (Mossautal); Sparkasse Odenwaldkreis; Spies GmbH / Wäscheservice (Mörlenbach), Landlädchen Strauß (Reinheim-Georgenhausen), Volksbank Odenwald eG., Edelbrennerei Dieter Walz (Fürth).
Die

Odenwälder Kartoffelwochen 2009 laufen vom Samstag, 19. September bis zum Sonntag, 04. Oktober, in rund 40 gastronomischen Betrieben. Eine Broschüre, gestaltet von der Journalistin Martina Emmerich (Groß-Zimmern) begleitet die Aktion auch in diesem Jahr. Das Heft kann bei der Odenwald Tourismus GmbH bestellt werden:

Marktplatz 1
64711 Erbach
Telefon 06062 9433-30
Fax 9433-33
E-Mail: info@tourismus-odenwald.de
Informationen im Internet: www.kartoffelwochen.de

       
   
Eine Botschaft aus dem Main-Spessart-Kreis erreichte die Odenwälder Kartoffelwochen 2009 am 15. September in Reichelsheim. Für den Kartoffelclub aus Lohr am Main ehrte Rosemarie Stenger (links) den neuen Landrat des Odenwaldkreises Dietrich Kübler mit einer Medaille. Mit ihm freuten sich die Odenwälder Kartoffelkönigin Barbara I. und die neue Kartoffelprinzessin Melissa I. (rechts).
Als Ensemble echt guter Gastromie erwiesen sich die Mitwirkenden bei der Eröffnung der 19. Odenwälder Kartoffelwochen am 15. September 2009 in Reichelsheim. Unser Bild zeigt einen Teil der in Küche und Service engagierten Kräfte, flankiert vom Vorsitzenden des Hotel- und Gaststättenverbandes Odenwaldkreis, Armin Treusch (ganz links) und Kartoffelkönigin Barbara.

"Tolle Knolle" im Mittelpunkt des Geschehens

Am 19. September 2009 starten die 19. Odenwälder Kartoffelwochen – Prinzessin Melissa I. unterstützt Königin Barbara I.


 

 

 

 

 

Aufgrund der Ausrufung des Jahres 2008 zum Jahr der Kartoffel durch die Vereinten Nationen drehte sich die ganze Welt um dieses Nahrungsmittel. Die Menschen feierten die „tolle Knolle“ und verzehrten genüsslich die extra zubereiteten Kartoffelspezialitäten. 2009 ist all dieses in Vergessenheit geraten, und der Erdapfel fristet wieder sein Schattendasein als Nachtschattengewächs. Doch hat wirklich die ganze Welt das Jahr der Kartoffel schon vergessen? Weiß bereits niemand mehr die Stärken der Kartoffel zu würdigen? Nein – ein kleines Mittelgebirge im Süden Hessens widersetzt sich dieser Form fahrlässiger Vergesslichkeit und macht weiter, wo die UN am 31. Dezember aufhörten: Für die Odenwälder ist auch 2009 - wenn vielleicht nicht das, aber doch wieder ein Jahr der Kartoffel.

In der Zeit vom 19. September bis zum 4. Oktober 2009
laden rund 40 Gastronomiebetriebe der Region zu den 19. Odenwälder Kartoffelwochen ein. Aus Anlass dieser feierlichen Aktion warten kreative Köchinnen und Köche wieder mit reichlich Schmackhaftem auf. So können die Besucher den Odenwald wieder von seiner schönsten Kartoffel-Seite erleben, wenn die Küchenmeisterinnen und –meister das „Tolle aus der Knolle“ herausholen und die Gäste mit Köstlichkeiten in vielerlei Variationen von Kartoffelpuffern, Kartoffelsalat, Kartoffelsuppe oder ganz neuen Gerichten verwöhnen.

Einst belächelt, ist dieser 1991 von Landrat Horst Schnur ins Leben gerufenen Herbst-Kampagne längst ein bedeutender Anteil am kulinarischen Aufschwung des Odenwaldes zuzuschreiben. Die Erfolgsgeschichte unter dem eher bescheiden klingenden Namen „Odenwälder Kartoffelwochen“ bietet das beste Beispiel dafür, wie regionale Produkte einen besonderen Reiz für die Verbraucher von nah und fern entfalten können. So versteht sich das Ereignis nicht nur als touristisch-kulinarische Attraktion, sondern auch als wichtiges Element der Wirtschaftsförderung. Der mehrfach preisgekrönte Spitzenkoch Armin Treusch merkt dazu in seiner Funktion als Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes Odenwaldkreis an: „Die kleine Knolle hat viel in Bewegung gesetzt.“

Vertrauter Anblick: Die teilnehmenden Betriebe geben sich während der Aktion an einer gelben Fahne mit dem Kartoffelwochen-Emblem zu erkennen.

Im September nun wird zum Start der 19. Kartoffelwochen der Odenwälder Hochadel komplettiert: Königin Barbara I., nahezu ein Jahr alleinige Majestät, erhält Unterstützung durch Prinzessin Melissa I., Melissa Haas aus Hesseneck-Kailbach. Als angehende Hauptschullehrerin, welche die Kartoffel nach dem Studium der Biologie als Schwerpunktthema im ersten Staatsexamen aussuchte, wird sich die 24-jährige als fach- und sachkundige Assistentin für Barbara erweisen.
Informationen zum Thema serviert eine 52 Seiten starke Broschüre, gestaltet von der Fachjournalistin Martina Emmerich, die viel Wissenswertes rund um die Kartoffel offeriert. Sie nennt auch jene Betriebe, die bei den 19. Odenwälder Kartoffelwochen mitwirken, und zwar mit je drei der Gerichte, die vom 19. September bis zum 04. Oktober zu ihrem Angebot zählen. Das Heft kann im Touristikzentrum Odenwald angefordert werden:

Odenwald Tourismus GmbH
Marktplatz 1
64720 Michelstadt
Tel.: (06061) 9659712
Fax: (06061) 9659720
Email: tourismus@odenwald.de
Internet: www.odenwald.de